Vermouth – Renaissance eines Kultgetränks

Fem un vermut! Die katalonische Aufforderung, einen Vermouth zu trinken, bedeutet nicht selten das Aus für weitere Pläne des Tages. Die Begeisterung für das wiederentdeckte europäische Kultgetränk ist in Spanien und Italien weit fortgeschritten und hat bei uns begonnen. Vermouth half schon immer, der Hektik und schwierigen Zeiten mit etwas Entspannung zu begegnen.

Vermouth, Vermut, oder Wermut – er feiert eine Renaissance und hat den Gin Boom abgelöst. Der aufgespritete, mit Kräutern und Gewürzen versetzte aromatische, köstliche Wein lädt ein zum Plaudern, Nippen und Geniessen und hilft nicht zuletzt bei Gemütsverstimmungen. Schon die Mesopotamier, Chinesen und Römer kannten die stimmungsaufhellende, heilende Wirkung des Wermutkrauts (Artemisia absinthium). Zusammen mit anderen beigesetzten Kräutern bekämpft das Wermutkraut Kopfschmerzen, ist appetitanregend und unterstützt die Verdauung.

Vermouth hat den Hipe des Gin vielerorts überholt. Experimente sind erwünscht. Gerne trinke ich den Vermouth gekühlt, mit oder ohne Eis, mit Beigabe von Zitronen- oder Orangenzeste oder einer Olive. Eventuell ein Schuss Angostura, Tonic Water, Soda oder ein Spritzer Absinth sind spannende Variationen. Wenn dazu noch Oliven, gesalzene Mandeln, Parmesanwürfel oder Chorizo gereicht werden, dauert der Apéro bestimmt länger als geplant…

Mein Tipp: Padró & Co.: Das katalanische Weinhaus Padró i Familia befindet sich in Bràfim bei Tarragona und wurde 1886 gegründet.  Der Familienbetrieb Padró spezialisierte sich schon vor über 130 Jahren auf den traditionellen Mistela-Likörwein und die Produktion von klassischem Vermouth. Die Trauben für den Wein stammen zumeist aus eigenen Weingärten. Nach der Renaissance des Vermouths als beliebtes Kultgetränk wird bei Padró auf hohem Qualitätsniveau Vermouth in verschiedenen Variationen handwerklich hergestellt und ist bei Vermouth-Fans äusserst beliebt.

Interessiert? Link auf die Produkteseite der Vinothek René Wäspi