Weingut Rings – Evolution statt Tradition

Das Weingut Rings, Teil der Pfälzer Spitzen-Weingüterliga, liegt eingebettet in die sonnenverwöhnte Pfalz, in der Weinbaugemeinde Freinsheim. Die beiden Winzer Steffen und Andreas Rings konzentrieren sich leidenschaftlich auf die ökologische und biologische Produktion von hochwertigen, trockenen Weinen. Das Aushängeschild des Weingutes Rings sind ausgewogene, dichte Weine mit ausgeprägtem Charakter und grossem Lagerpotenzial.

Die Eltern von Steffen und Andreas Rings hatten einen landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb, der neben Obst auch Fasswein produzierte. Steffen hat im Jahre 2001 begonnen, den Betrieb konsequent neu auszurichten. Weinberge wurden verkauft oder getauscht, dies wann immer möglich in besten Lagen von Kallstadt oder Ungstein, die Erträge wurden heruntergefahren und Holzfässer wurden angeschafft. Nach seiner Ausbildung steigt Andreas im Jahre 2008 zu Hause ein. Steffen und Andi Rings führen nun das Weingut gemeinsam und teilen die Verantwortung. Auf die Rieslinge wird jetzt besonderes Augenmerk gelegt, Spontangärung erhält Einzug. Der Fasskeller wird erweitert, sowohl in Edelstahl als auch in Holzfässer wird kräftig investiert. Nach und nach kommen Parzellen in besten Lagen dazu.

2008–2012 sind Steffen und Andi Teil des Förderprogramms des VDP Spitzentalente der Pfalz. Der Austausch mit den ambitionierten jungen Kollegen und den arrivierten VDP-Mitgliedern als Mentoren beeinflusst ihre Arbeit für die nächsten Jahre nachhaltig.

2015 wird das junge Weingut Mitglied im VDP und im selben Jahr mit der 4. Traube im Weinguide Gault Millau ausgezeichnet. Die Weinbergflächen sind eigentlich komplett, doch bietet man den Brüdern kleine, nie flurbereinigte Parzellen im kühl gelegenen und kalksteinreichen Leibstadt an. Da können die beide Brüder nicht nein sagen. Im alten Betrieb in der Dürkheimer Hohl wird es endgültig zu eng.

2017 erfolgt der Spatenstich zum Neubau des Weingutes, das mitten in den Weinbergen, in der Freinsheimer Weinlage Schwarzes Kreuz liegt. 2018 fertig gestellt, liegt der grösste Teil des Kellers in den Hügeln unter der Erde, um die natürliche Kühlung zu nutzen. Eine energieaufwendige Klimaanlage ist deshalb überflüssig. Hier reifen Rot- und Weissweine in aller Ruhe und das Thermometer zeigt hier beständige 12 bis14 Grad Celsius. Aus der Erde schaut das Kelterhaus. Bei der Dachkonstruktion hat man sich für Holz als nachwachsenden Rohstoff entschieden. Dieses dient durch seine Masse ebenfalls als Isolierung und stammt aus dem nahen Hunsrück. Über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wird eigener Strom produziert. Das grüne Dach des Kelterhauses speichert den Niederschlag und trägt über die Verdunstung zur Gebäudekühlung, Luftbefeuchtung und Feinstaubfilterung bei. Hier warten die Bütten mit den handgelesenen Trauben auf ihre Verarbeitung, hier ist Raum genug, Moste und Maische manuell zu bewegen und jede Beere möglichst ohne Verletzung zu verarbeiten. In der Erde vor dem Weingut sind drei grosse Löcher gebuddelt worden, um Regenwasserzisternen in die Erde zu versenken. Sie bieten Raum für 60000 Liter Regenwasser, das für die Bewässerung genutzt wird.

Es gibt keinen angestellten Kellermeister oder Außenbetriebsleiter – dazu macht Steffen und Andi die Arbeit viel zu viel Spass! Im familiengeführten Betrieb ist Steffen für den Weinberg verantwortlich, Andi hat das Sagen im Keller. Hinter den beiden steht ein fähiges, sympathisches Team. Einmal am Tag sehen sich alle – beim Mittagessen um 12 Uhr. Dann versammelt sich das ganze Team in der Küche des Weingutes um den langen Esstisch – Gelegenheit zum Austausch, kurzen Besprechungen und Moment der Entspannung.

Das Weingut umfasst heute rund 30 Hektaren. Steffen und Andreas Ring besitzen wertvolle Weingärten in den Gemeinden Freinsheim, Ungstein und Kallstadt mit ganz unterschiedlichen Bodeneigenschaften. Die bekanntesten Lagen sind: in Freinsheim Das Kreuz, in Ungstein der Weilberg (rund um die Römervilla mit sensationellem Blick auf die Ebene) und in Kallstadt der Saumagen.

Die Rings-Weine sind erhältlich in der Vinothek René Wäspi.
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